Info

Industrielles N├╝rnberg

Blecheisenbahnen | | M├Ąrklin in G├Âppingen

N├╝rnberg hatte mit einer Vielzahl von Spielzeugfabriken einen entscheidenen Anteil an der Verbreitung der Spielzeugbahn bzw. des Blechspielzeugs. Die folgende Adressliste der im Stadtgebiet ans├Ąssigen Firmen illustriert dies eindr├╝cklich (ohne Anspruch auf Vollst├Ąndigkeit):

N├╝rnberger Hersteller von Zinnfiguren und Blecheisenbahnen (1840 bis 1940):

  • Johann Andreas Issmayer (JAJ) 1818–1933, Praterstra├če 20
    • Eine der ├Ąltesten N├╝rnberger Spielzeugfirmen
    • Keine Direktvermarktung sondern Zulieferer der Gro├čversandh├Ąndler
    • Enge Vertriebsbeziehungen zu Bing, Bub und Carette
    • Zun├Ąchst ab 1818 wie Matthias Hess in N├╝rnberg-Sebald (S. 1685 Fischergasse / Am Sand 16)
    • Johann Michael Issmayer ├╝bernimmt ab ca. 1835 bis 1878 die Fertigung magnetischer Spielwaaren und Brunnenaufs├Ątze
    • 1861 Johann Andreas Issmayer jun. gr├╝ndet eigene Spielwaaren-Fabrik - die Firma des Vaters besteht weiter
    • 1871 Praterstra├če 20 (Fabrik plastischer Spielwaaren)
    • Fertigung mechanischer Figuren, Rundlaufspiele und Eisenbahnen
    • 1932 Nach dem Konkurs von Bing fehlender Absatzmarkt
    • 1933 Einstellung der Produktion
  • Hess, Matthias (H bzw. M.H.), 1826–1934, Binsengasse 1, Neue Gasse 18, Fabrikstra├če 5 (heutige Georg-Strobel-Stra├če)
    • Eine der ├Ąltesten N├╝rnberger Spielzeugfirmen
    • Zun├Ąchst ab 1826 wie Johann Michael Issmayer in N├╝rnberg Sebald (S. 1204 Ecke Binsengasse 1 / Neue Gasse 18)
    • 1866 ├╝bernommen durch Sohn Johann Leonhard Hess (J.L.H.)
    • 1890/91 in der Fabrikstra├če 5
    • Bodenl├Ąufer, Eisenbahnen, Kutschen, Wasserwerke, Brunnen und sp├Ąter Bodenl├Ąufer mit Schwungrad und Uhrwerksbahnen ohne Schienen, Autos, Antriebsmodelle
    • Hess-Roller, Hessmobil, Dynamobil
  • Ernst Plank KG (EP) 1866–1996, Hohfederstra├če 40
    • um 1900 in der ├äu├čeren Cramer-Klett-Stra├če 19
    • Erste elektrische Bahn 1882 und Laterna Magica
    • 1930 [zwangsweiser] Verkauf and die Gebr. Schaller
    • Nach 1934 ausschlie├člich Bau von Heimkinos unter dem Markenamen Noris
  • Jean Schoenner (J.S.) 1875 - 1909, Dammstra├če 7
    • “Storchenbein” Lokomotiven und Laterna Magica
    • Ab 1880 in der Dammstra├če 7
    • Von 1899 bis 1908 Filalfabrik in der oberen und unteren Wunderschen M├╝hle in Muggendorf bei N├╝rnberg
    • 1908 Konkurs, der Maschinenpark wird an Georg Lutz verkauft
    • 1909 stirbt Jean Schoenner
    • Nach dem Konkurs von G. Lutz 1917 wird der Maschinenparkan an J. Falk und E. Plank verkauft
  • Simon G├╝nthermann (S.G., SGAW) gegr. 1877, ├äu├čere Cramer-Klett-Str. 3
    • einer der ersten Hersteller in N├╝rnberg
  • Georges Carette (G.C.&Co.) 1886–1917, Schillerstr. 5/7
  • Josef Falk (JF) 1896–1935, Haderm├╝hle 2/3
    • Ehemaliger Mitarbeiter der Firma Carette
    • Ab etwa 1913 in der Solgerstra├če 17/19
    • Ab 1909 Weiterf├╝hrung der Schoenner Produktion
    • 1935 Arisierung durch die Gebr├╝der Schaller (Inhaber der Firma Ernst Plank)
  • Moses Kohnstam (MoKo), 1865–1905, N├╝rnbergerstr. 56–58, F├╝rth
    • F├╝rther Handelshaus, das ungemarkte Pennytoys der N├╝rnberger und F├╝rther Hersteller international vermarktete
    • Nach dem 1ten Weltkrieg als Julius Kohnstam Limited in England
    • Kooperation mit Lesney in England und Herstellung der ersten Lesney-Matchbox Autos
    • Deutsches Stammhaus wird im Zuge der Rassengesetze geschlossen
    • Emil Kohnstam als Erbe von Julius Kohnstam stirbt 1958 in England und Lesney erwirbt die Restanteile der Kooperation
  • Ullmann & Engelmann, F├╝rth, 1866–1919
    • Gro├čwarenh├Ąndler von Blechspielzeug und optischen Spielwaren (Bub, Carette, Plank)
  • Joseph Eisenmann (Einco), F├╝rth, 1881–1940
    • Exporteur von Haushaltswaren mit Dependance in London
    • 1895 Puppen und anderes Spielzeug im Programm
    • 1911 Vertrieb von Heumann Puppen
    • 1912 Londoner Adresse: 46, Basinghall, London, EC
  • August Wahnschaffe, 1857–1982, Josefsplatz 18
    • Manufakturwarenhandlung en gros und en detail
    • Alteingesessene N├╝rnberger Spielwarenhandlung am Josefsplatz
    • Ab 1932 Wahnschaffe & Munker
    • Der Spielzeugladen in der N├╝rnberger Innenstadt in der K├Ânigstr. 45
    • Ab 1952 in der Ludwigstr. 40
    • Eintrag bei www.zinnfiguren-bleifiguren.com
  • Johann Wolfgang Ammon, 1794–1836, Neutorstra├če 6
    • 1811 Johann Wolfgang Ammon stirbt
    • 1812 Seine Witwe Sophia Magdalena Ammon erwirbt S. 333 (Neutorstra├če 6)
    • 1823–1825 C. L. Besold arbeitet f├╝r Ammon
    • 1826–1832 Ernst Heinrichsen arbeitet f├╝r Ammon
  • Christoph Ammon, 1836–1929
    • Christoph Ammon stirbt 1872
    • 1873 ├ťbernahme durch Christian Friedrich Ammon
    • 1876 Gartenstra├če 10
    • 1900 Verkauf, Schlotfegergasse 9
    • 1910 Verkauf an Wilhelm Heinrich, K├Ânigstra├če 130, F├╝rth
  • Friedrich Ammon, 1901–1930
    • Gostenhofer Hauptstra├če 55
  • Carl Ludwig Besold, 1829–1897, Hintere N├Ągeleinsgasse 19 (heute N├Ągeleinsplatz)
    • 1835 Hintere N├Ągeleinsgasse 19
    • 1857 C. L. Besold stirbt
    • 1870 ├ťbernahme durch Johann Andreas Besold
    • Bruder Jean Nikolaus Besold (Flaschnermeister) mit Blechspielwarenfabrikation im selben Haus
    • 1893 Johann Andreas Besold stirbt
    • 1897 Jean Nikolaus Besold stirbt
    • 1898 Verkauf an Otto Bing
  • Ernst Heinrichsen, 1839-dato, Johannisstra├če 19
    • 1839 Albrecht-D├╝rer-Stra├če 21
    • Kinderspielwaren aus Zinn
    • 1856 Frauentor an der Bahnhofsstra├če
    • 1869 Sohn Wilhelm ├╝bernimmt
    • Deutsch-franz├Âsicher Krieg 1870–71 befl├╝gelt das Gesch├Ąft
    • Daraufhin Neubezug der Johannisstra├če 19
    • 1898 ├╝bernimmt Enkel Ernst Wilhelm
    • In den 20er und 30er Jahren wird mittlerweile ein anspruchvoller Sammlerkreis bedient
    • Nach dem Tod Ernst Wilhelms 1938 f├╝hren seine drei T├Âchter das Unternehmen weiter
    • 1980 Wiederbelebung der Firma durch Ehefrau des Ur-Urenkels Brigitte Grobe
    • 1981 Ganghoferstra├če 27
    • Siehe auch auf
  • Georg Spenkuch, 1880–1953, Gostenhofer Hauptstra├če 59
  • Haffner’s Zinnfiguren 1838–1892, F├╝rth Nr. 333 (Ecke Schwabacherstra├če und Alexanderstra├če) - heute Alexanderstra├če 1
    • 1865 Mathildenstra├če 14, F├╝rth
    • 1890 Umnummerierung in Mathildenstra├če 28, F├╝rth
  • Johann Haffner’s Nachfolger, 1892–1922
    • Neuer Inhaber Albrecht St├Ądtler
    • 1898 ├ťbernahme durch Otto Bing
      • Betrieb einer Zinnspielwarenfabrik in der Marienstr. 15
      • Verlegung nach N├╝rnberg in die Reindel-Stra├če 4
      • Ebenfalls ├ťbernahme von C. L. Besold, Hintere N├Ągleinsgasse 19
    • 1902 Verkauf an Max Erlanger
    • 1907 Bezug neues Werk in der B├Ąrenschanzstra├če 131 (bzw. F├╝rther Stra├če 98)
    • 1910 Vertrieb von Produkten (Massefiguren der Marke Triumph) von Curt Ziechner, Eberhardshofstra├če 7
    • 1913 Andreas Foerthner (F├╝rther Stra├če 99) wird Werkmeister
    • 1920 Gemeinsame Betriebsr├Ąume mit Andreas F├Ârtner oHG in der B├Ąrenschanzstra├če 131
    • 1922 Andreas Foertner stirbt und die beiden Betriebe werden zusammengelegt
  • Vereinigte Spielwarenfabriken Andreas F├Ârtner und J. Haffner’s Nachfolger Aktiengesellschaft N├╝rnberg, 1923–1928
  • Trix (engl. TTR) 1928-dato, B├Ąrenschanzstra├če 131 und F├╝rther Stra├če 98
    • 1929 Erweiterung in die Koberger Stra├če 15
    • 1930 Eintragung der Marke Trix
    • 1932 Gr├╝ndung der TRIX LTD in England
    • 1935 Vorstellung der ersten Tischbahn der Spur 00 auf der Fr├╝hjahrsmesse Leipzig
    • Arisiert von Ernst Voelk 1938
    • Stephan Bing f├╝hrt die Firma in England weiter mit dem Markennamen Trix Twin Table Railroad (TTR)
    • Vertrieb in Deutschland unter dem Markennamen Trix Express (Dreileiter Wechselstrom System zum gleichzeitigen Betrieb von 2 Z├╝gen)
    • 1943 Kriegsbedingte Auslagerung der Produktion nach Spalt
    • 1945 Koberger Stra├če 15 brennt mitsamt allen Pl├Ąnen und Mustern aus
    • 1949 Wiedergutmachung der Arisierung durch Vergleich
    • 1951 Erstmals Dreizugbetrieb mit Oberleitung und E-Lok E94 m├Âglich
    • 1953 Dreileiter Gleichstrom System
    • 1962 Neues Werk in der Kreulstra├če 40
    • 1964 Minitrix (Spurweite N)
    • 1970 Konkurs und Verkauf an die Schildkr├Ât GmBH
    • 1971 Aufkauf durch die Mangold GmBH (Gama)
    • 1992 Umfirmierung durch die ├ťbernahme von Schuco
    • 1997 ├ťbernahme durch M├Ąrklin
    • 2009 Insolvenz von M├Ąrklin
    • 2013 Einer der Gr├╝nder des Spielzeugherstellers Simba-Dickie, Michael Sieber, ├╝bernimmt zusammen mit seinem Sohn das Unternehmen M├Ąrklin
    • Siehe auch unter trixstadt.de
  • Gebr├╝der Bing, N├╝rnberg (GBN) 1863–1909, Marienstra├če 15
    • Von Ignatz und Adolf Bing als reines Handelsunternehmen zum Vertrieb von Spiel- und Haushaltswaren gegr├╝ndet
    • Erstes Ladengesch├Ąft in der Karolinenstra├če
    • Ab 1879 erstmals eigene Produktion in der Scheuerlstra├če hinter dem Hauptbahnhof
    • Weitere Standorte: Glockenhofstra├če 15, Hinterm Bahnhof 17
    • Ab 1892 hat die Firma die folgenden Standorte:
      • Marienstra├če 15 (Zentrale)
      • K├Âhnstra├če 37 (Haushaltswaaren)
      • K├Âhnstra├če 26 (Lackirwaaren)
      • Blumenstra├če 16 (Spielwaarenlager)
      • Untere Baustra├če 16 (Fabrik f├╝r Bad- und Toilettenartikel)
    • 1902 Zulieferung von Zinnfiguren von Georg Spenkuch
    • 1906 bezeichnet sich die Firma mit 3000 Angestellten als die “gr├Â├čte Spielwarenfabrik der Welt”
    • 1914 hat die Firma nach eigenen Angaben 5000 Mitarbeiter
  • Bing Werke (BW) 1909–1932, Stephanstra├če 49
    • gr├Â├čter Hersteller von Blecheisenbahnen in N├╝rnberg
    • Firmennachfolger der Gebr├╝der Bing nach dem Tod des Gr├╝nders Adolf Bing
    • 1909 Gro├čer Neubau des Firmensitzes in N├╝rnberg/Gleishammer s├╝d├Âstlich des Hauptbahnhofes
    • Auch heute noch kann man bei der Einfahrt mit dem Zug nach N├╝rnberg das imposante Geb├Ąude in der Stephanstra├če 49 nicht ├╝bersehen. Das Geb├Ąude ist mittlerweile der Hauptsitz der R├╝stungsfirma Diehl. R├╝stung hat ├╝berlebt, Spielzeug leider nicht.
    • Erst 1923 l├Âst die Marke BW die alte Marke GBN ab
    • Der B├Ârsencrash 1929 bringt die amerikanische Vertriebstochter Concentra AG in finanzielle Schieflage
    • 1932 Konkurs wegen Weltwirtschaftskrise
    • Ein regul├Ąres Insolvenzverfahren wurde von den Nationalsozialisten verweigert, daher Abwicklung der Firma und Verkauf der betrieblichen Aktiva
    • Es ist wahrscheinlich, dass damit die j├╝dischen Besitzer indirekt enteignet werden sollten - sp├Ąter Enteignungen wie die von Falk, Kraus-Fandor, Doll und Distler waren dann schon direkte unverklausulierte Zwangsenteignungen
    • Verkauf der Eisenbahnwerkzeuge an Bub (Spur 0 und Tischbahn), Kraus Fandor (H├Ąuser) und Falk (Dampfmodelle)
    • Verkauf der Modellschiffe an Fleischmann
    • Verkauf der Marke Bing an Fritz Hintermayr (Bing Vergaser)
    • Eingetragen bis 1940 in der Adam-Klein-Stra├če 141
    • Bis 1950 existierte der Name “Bing K├╝chen- und Haushaltsger├Ąte”
    • Siehe auch unter www.zinnfiguren-bleifiguren.com
  • Karl Bub (KBN) 1883–1966, Gostenhofer Hauptstra├če 48
    • Zweiter gro├čer Hersteller von Blecheisenbahnen in N├╝rnberg
    • 1841 Eintritt der Vaters Sigmund Paulus Bub bei Hess
    • 1851 S. P. Bub wird Gesch├Ąftsf├╝hrer bei Hess und schlie├člich Flaschnermeister
    • 1883 meldet Sohn Karl Bub eigenes Gewerbe an
    • 1887 ├╝bernimmt Sohn Karl Bub den Betrieb
    • Ab 1905 Serienproduktion von Eisenbahnen und Zulieferung an Carette
    • 1932/33 ├ťbernahme von Bing Werkzeugen und Tischbahnen
    • Produktionsanlagen und historische Sammlung im Krieg total zerst├Ârt
    • ├ťbergangsm├Ą├čig in Elsnerstra├če 9, danach Okenstra├če 22
    • Ab 1947 elektrischen Eisenbahnen in Spur S, die aber keinen Absatz fanden
    • 1966 Endg├╝ltige Aufl├Âsung
    • Seit 2003 Reproduktion von Blechautos unter dem Markennamen BUB Toys
  • Kraus Fandor (JKCo) - Josef Kraus & Co. 1910–1943, Austrasse 108
    • Dritter gro├čer Hersteller von Blecheisenbahnen in N├╝rnberg
    • Fandor = Abk├╝rzung der Vornamen der Mutter und Tante des Gr├╝nders: Dora and Fanny
    • 1924 Er├Âffnung des US-Vertriebs unter dem Namen Dorfan
    • 1933 Emigration von J. Kraus aus politischen Gr├╝nden
    • US Produktionsende 1934, Vertrieb bis 1936
    • 1938 arisiert von Keim & Co
    • Werk wurde nach der Ausbombung nicht wieder aufgebaut
  • Wilhelm Krauss (WK) 1895–1938, Hochstr. 23
    • Nunnenbeckstr. 18
    • Ab 1901 Mohr & Krauss (MK & Co), Hochstr. 23
    • Ab 1923 Wilhelm Krauss alleiniger Eigent├╝mer (WK)
    • Blechspielzeug und Dampfmaschinen
    • Nicht zu verwechseln mit JKCo
    • 1938 arisiert von Keim & Co
  • Keim & Co (K) 1866–1972, F├╝rther Stra├če 188
    • Ehemals Hersteller von Blechemballagen
    • ├ťbernimmt in 1938 Kraus Fandor und Wilhelm Krauss
  • Doll & Co (DC) 1898–1938, Kirchenweg 13 (anf├Ąnglich Bergstra├če 19)
    • vierter gro├čer Hersteller von Blecheisenbahnen in N├╝rnberg
    • Arisiert von Fleischmann 1938
JFN-Kirchenweg-13
  • Jean Fleischmann (JFN) 1887-dato, Bielingstra├če 23
    • Gegr├╝ndet 1887 als Jean Fleischman
    • Ab 1898 Firmenname Gebr. Fleischmann
    • Modellschiffe und Magnetartikel
    • Vertrieb ├╝ber MoKo
    • Ab 1938 durch die ├ťbernahme von Doll auch Eisenbahnen im Kirchenweg 13
    • Ab 2008 ist die Marke eingegliedert unter dem Dach der Roco Modelleisenbahn Holding
  • Karl Arnold (ARNOLD) 1906-dato, Blumenthalstra├če 7, Deutschherrenstra├če 47 und Gartenstra├če 17
    • In der Vorkriegszeit haupts├Ąchlich Herstellung von Schiffsmodellen
    • 1960 Vorstellung der Spurweite N 1:200 (Arnold Rapido)
    • 1997 ├ťbernahme durch die italienische Rivarossi
    • 2004 Verkauf der Marke an die englische Hornby
  • Heinrich Fischer, ca. 1893–1932, Gostenhofer Schulgasse 42
    • Zubeh├Ârhersteller
    • Ab 1907 in der Solgerstra├če 21
    • Ab 1925 auch Eisenbahnen f├╝r den britischen und amerikanischen Markt
  • Johann Distler (JDN) 1895–1962, Leonhardstr. 5 / Dammstra├če 5–11
    • Verkauf von Pennytoys ├╝ber M. Kohnstam
    • 1910 in der Austra├če 5
    • 1932 ├ťbernahme von Heinrich Fischer
    • Arisiert von Ernst Voelk 1936
    • 1938 Trix und Distler unter demselben Firmendach
    • Nach dem Krieg haupts├Ąchlich Kaufhausbahnen
    • Anekdote: Die Loknummer 40281 ist die Telefonummer des N├╝rnberger Kundendienstes (Dank an Dieter Beckh f├╝r diese nette Geschichte)
    • 1962 Verkauf nach Belgien
  • Konrad Dressler (KD), 1917–1970, Karlstra├če 9, F├╝rth
    • Vorher Werkmeister bei G├Âtz (G├Âso) und bei Jean Schoenner in N├╝rnberg
    • Bis zum Jahre 1937 vorwiegend Pennytoys, also Groschenspielzeug
    • Von 1945 bis 1962 billige Spur 0 Kaufhausbahnen
    • Kooperation mit Beckh bei H0 Plastikbahnen
    • H0 Vertrieb bis 1970 ausschlie├člich ├╝ber Quelle GmbH, F├╝rther Stra├če 205
  • Heinrich Wimmer (HWN) 1927–1979, Schnieglinger Stra├če 22–28
    • Vor dem 2.WK in der Julienstr. 22
    • Haupts├Ąchlich billige Kaufhausbahnen in der Nachkriegszeit
    • Wie Kibri auch Zulieferer von Eisenbahnzubeh├Âr und Bahnhofsbauten
  • Adolf Schuhmann (AS) 1905–38, Schreyerstra├če 5
    • haupts├Ąchlich durch einfache Kaufhausbahnen bekannt
    • hatte aber auch ein anspruchsvolleres Sortiment
    • entgegen einiger Patente zu Dampfmaschinen → kein Vertrieb von Dampfspielzeug
    • und auch keine Metallbauk├Ąsten → Verwechslung mit Namensvetter
  • Ottmar Beckh (OB) 1938–1969, Schreyerstra├če 5
    • ├ťbernahme von Adolph Schuhmann 1938
    • Nach dem Krieg in 1947 Neubau der zerst├Ârten Hinterhoffabrik in der Marthastra├če 25
    • Aufgabe der Firma 1969, da die Spur 0 keinen Profit mehr abwarf und die Anschaffung von neuen H0 Fertigungswerkzeugen zu kostenintensiv gewesen w├Ąre
    • Die Vermietung der Geb├Ąude auf dem Werkgel├Ąnde war lukrativer als die Herstellung von Spielzeug
  • William Rissmann (WIRI) 1907–1914, Comeniusstra├če 4
    • Nachfolger von Martin Ettinger
    • Hersteller von Blechbahnen im Stil von Issmayer
    • In 1910 innovative Produkte wie Pfeifloks und Zahnradbahnen
    • Wird h├Ąufig mit Issmayer verwechselt
  • Hugo Rehbach um 1910, Schnieglinger Stra├če 223
    • Patentierte Einschienenbahn

Weitere N├╝rnberger Hersteller von Blechspielzeug:

  • Georg Kellermann (CKO) 1910–1979, Austra├če 6
    • Lehrjahre bei Bub
    • Meister, Werkleiter und Fertigungsleiter bei Distler
    • 1910 Selbstst├Ąndigmachung
    • 1914 Umzug in die Bauerngasse 33
    • 1920 Marke CKO
    • 1926 Hessestra├če 5–7
    • 1942 Produktionseinstellung, Werkhallen werden im Krieg schwer besch├Ądigt und gepl├╝ndert
    • 1950 Neuaufbau und Nachproduktion von lithografierten Vorkriegsmodellen
    • 1960 haupts├Ąchlich Herstellung von lackierten Modellautos mit Friktionsantrieb (Rollo-Serie)
    • 1979 Aufl├Âsung bzw. Verkauf der alten Fabrikationswerkzeuge und Neufabrikation der CKO Modelle durch Kovap in der Tschechischen Republik
      • Produktion von Replika der CKO Modelle 425++ mit geschlossenen Achslagern ohne durchgehende Achsen
  • Gama (Georg Adam Mangold) 1881-dato, Lange Stra├če 71 F├╝rth
    • 1924 Marke GAMA
    • 1980 ├ťbernahme von Schuco
    • 1996 Verkauf an M├Ąrklin
  • Schreyer & Co (Schuco) 1912-dato, F├╝rther Stra├če 28–32
    • 1912 Erster Firmensitz in der Roonstra├če 1
    • Umz├╝ge in die Celtis- und Singerstra├če
    • 1924 Marke Schuco
    • 1928 Umzug in die F├╝rther Stra├če 28–32 (im Krieg vollst├Ąndig zerst├Ârt, heutiges Datev Geb├Ąude)
    • 1936 Erste Schuco-Autos
    • 1978 R├Ąumung des Betriebsgel├Ąndes
    • 1980 ├ťbernahme durch Gama, Lange Stra├če 71, F├╝rth
    • 1996 wurden die Marken Trix und Gama an M├Ąrklin verkauft und Schuco wurde wieder eigenst├Ąndig
    • Als sich die Familie Mangold 1999 g├Ąnzlich aus dem Spielwarengesch├Ąft zur├╝ckzog, wurde Schuco an die Simba-Dickie-Group verkauft
    • Das Firmengel├Ąnde der Simba-Dickie Group befindet sich in der Werkstra├če 1 in F├╝rth/Stadeln
    • Das Schucomuseum von Dickie Gesch├Ąftsf├╝hrer Heinrich Sieber befindet sich am Marktplatz 17 in Cadolzburg. Dieses kann nur nach Voranmeldung besucht werden. Informationen Donnerstags von 9 bis 18 Uhr unter 09103/7908938.
  • Tipp & Co (Tippco, TCO) 1912–1971, Wurzelbauerstr. 20, ab 1916 Badstra├če 1–5
    • Bekannter Hersteller von mechanischem Blechspielzeug, insbesondere Blechautos
    • 1919 ├ťbernahme aller Anteile duch Phillipp Ullmann
    • 1933 Emigration von Ullmann aus politischem Druck nach England
    • Weiterf├╝hrung durch ehemaligen Direktor Ernst Horn der Bing Werke
    • Ullmann gr├╝ndet mit Hilfe von W. J. Bassett-Lowke die Firma Mettoy, welche 1956 unter dem Namen Corgi bekannt wird.
    • 1936 Herstellung der “Reichsautobahn” mit KdF-Wagen ein Jahr nach Er├Âffnung des Vorbilds
    • Durch die N├Ąhe zum Nationalsozialismus produziert TCO w├Ąhrend des Krieges als einziger deutscher Hersteller weiter Kriegs- und Propagandaspielzeug wie z.B. die F├╝hrerlimousine oder den Eva-Braun-Wagen, was unzweifelhaft eine unr├╝hmliche Zweckentfremdung von Kinderspielzeug darstellt.
    • 1946 Nach vollst├Ąndiger Zerst├Ârung Wiederaufnahme der Produktion unter der Verwaltung der amerikanischen Besatzungsmacht
    • 1948 R├╝ckgabe an Ullmann
  • Technofix (Gebr├╝der Einfalt, Neffen Johann Distlers) 1922–1978, Austra├če 70
    • 1958 Umzug in die Zweigstra├če 11/13
    • 1978 Verkauf der Werkzeuge
  • Max Moschkowitz (MaMo), ca. 1920–1971, Knauerstra├če 27
    • Allerlei mechanisches Blechspielzeug
    • ├ťbernahme eines Teils der Technofix Werkzeuge und Nachproduktion mit neuer Litho im Ausland (Ungarn, Russland, Tschechien)
    • Nach 1971 verblieben die Formen im Ausland und die dortigen Firmen stellten weiterhin Auto-, Rangier- oder Achterbahnen (Tobbogan) damit her
  • Gescha (GEbr├╝dA SCHmid) 1923–1965, F├╝rther Stra├če 80a
    • 1963 In Folge Kapitalmangels 1963 Vertriebs- und Werbepartnerschaft mit Spielzeughersteller Strenco
    • 1965 Ver├Ąu├čerung an Strenco
  • Strenco (Ludwig Streng & Co) 1954–1971, Hessestra├če 13
    • Entstanden durch Zukauf der Firma H├Ârndlein
    • 1967 Letzte Neuigkeiten
    • 1971 Verkauf an Zulieferer Conrad
    • 1973 Stilllegung der Marken Strenco und Gescha
    • 2004 Reaktivierung der Marke Strenco durch Volker F. Strauss, Inhaber der Firma Strausstoys mit der Nr.1, dem Roboter ST-1
  • Herpa gegr├╝ndet 1949, Dietenhofen bei N├╝rnberg
    • Hergenr├Âther Patente
    • Modellbahnzubeh├Âr
  • KiCo 1909–1975, Rohledererstr. 13
    • gegr. von Hubert Kienberger
    • nach 1945 HUKI
  • GeLy 1920–1934, Rothenburger Stra├če 118
    • Gegr. von Georg Levy
    • Zun├Ąchst bis 1920 einige Jahre Teilhaber von KiCo/HuKi
    • 1920 Selbstst├Ąndigmachung
    • 1922: Rothenburger Stra├če 118
    • 1933: Obere Kanalstra├če 25
    • 1934 Aufl├Âsung und 1936 L├Âschung aus dem Handelsregister
    • 1939 Emigration nach England
    • Weiterf├╝hrung durch Karl Ochs unter dem Namen N├╝rnberger Blechspielwarenfabrik in der Gertrudstr. 21
  • N├╝rnberger Blechspielwarenfabrik Nachfolger (NBN) 1939–1971, Gertrudstr. 21
    • Weiterf├╝hrung der Firma Gely durch den Angestellten Karl Ochs unter dem Namen N├╝rnberger Blechspielwarenfabrik Nachfahren
    • Zuerst mechanische Enten o.├Ą. Spielzeug mit Friktionsantrieb
    • Bekannt durch uhrwerksangetriebene Bau- und Hafenkr├Ąne (ungemarkt)
    • Schlie├čung in 1971
  • Christian G├Âtz und Sohn (G├ÂSo) 1876–71, F├╝rth
    • anfangs verschiedene Standorte, u. a. Hirschenstra├če 6a, Marienstra├če 39, Marienstra├če 38, N├╝rnberger Stra├če 39 und Maistra├če 11 1/2
    • 1906: Umwandlung in eine Spielwarenfabrik und letztmaliger Umzug (Jakobinenstra├če 24/26 sowie Dr.-Mack-Stra├če 32 - 38)
    • Puppenstuben und Blechspielzeug
    • Viele Modelle mit Massefiguren von Hausser Lineol
  • Georg K├Âhler (GKN) 1932–97, Ritter von Schuh Strasse 6–10
    • Blechtiere und Pennytoys
    • Verwendet vielfach B├╝hler-Motoren
    • W├Ąhrend des Nationalsozialismus in der Horst Wessel Stra├če 8
    • Nach dem Krieg in der ├äu├čeren Ziegelgasse 8
  • Johann Phillip Meier (J.M. bzw. J.Ph.M.) 1883–1935, Ottostra├če 7
    • Ottostra├če 7
    • Gro├čer Zulieferer von ungemarkten Pennytoys an Moko
    • Ab 1925 in der Pfisterstra├če 44/46
    • 1935 Verkauf der Werkzeuge an Biller
    • siehe www.zinnfiguren-bleifiguren.com
  • Georg Fischer (GF) 1903–59, Wilhelm-Marx-Str 9/11
    • Sch├Ân lithographierte Pennytoys
  • Blomer und Sch├╝ler (BS) 1919–1974, Singerplatz
    • 1924 Kirchenweg 71
    • Blechspielzeug und Laufwerke
  • Hammerer und K├╝hlwein (HK) 1928–60er, Jahnstra├če 34/36 F├╝rth
    • Gegr├╝ndet 1928 in N├╝rnberg
    • Blechflugzeuge und anderes Blechspielzeug als Zulieferer von Moses Kohnstam
    • 1936 ├ťbersiedelung nach F├╝rth
    • 1960er Einstellung der Produktion
  • JNF Neuhierl gegr. 1920 in N├╝rnberg
    • 1934 Umzug nach F├╝rth, Waldstr. 90
    • 1969 Carrera Bahn
    • 1972 Umbenennung in Carrera Spielwarenfabrik Neuhierl
    • 1975 Ende der Blechspielzeugproduktion
  • Jean H├Âfler (JH) 1923-dato, Mathildenstra├če in F├╝rth
    • Das Markenzeichen der Firma beziehungsweise Logo bestand aus den Initialen J und H in einem dreibl├Ąttrigen Kleeblatt (dem Stadtwappen der Stadt F├╝rth)
    • Vorg├Ąngerfirma von BIG
    • Vielf├Ąltiges Blechspielzeug
    • 1928: Erweiterung und Umzug in die Hardstra├če 70
    • 1936: Sohn Johann gr├╝ndet die Metallspielwarenfabrik Johann H├Âfler in der Langen Stra├če 41
      • Marke Jean H├Âfler wird von Sohn Leonhard weitergef├╝hrt
      • Der dritte Sohn Georg gr├╝ndet in der Karolinenstra├če 5 (sp├Ąter Umzug in die Schwabacher Stra├če 79) eine Firma f├╝r Werkzeugbau
    • 1951: Zusammenlegung der Firmen von Georg und Johann in der Erlanger Stra├če 46/48
    • 1953: ├ťbernahme des Betriebs in der Erlanger Stra├če 46/48 durch Leonhard H├Âfler nach Insolvenz von Johann H├Âfler
    • 1954: ├ťbernahme der Firma durch Johanns Schwiegersohn Ernst A. Bettag. Als Diplomingenieur erkennt er fr├╝h die Vorz├╝ge von Kunststoff.
    • 1956: Fr├╝hzeitige Umstellung auf Plastik
    • 1960: Umbenamung in big plastic, Johann H├Âfler
    • 1962: Umbenamung in BIG
    • 1972: Bobby-Car
    • 1974: Play-Big Figuren
    • 2003: Alleininhaber Bettag stirbt
    • Seit 2004 bei der Simba-Dickie-Group
    • Neuerdings bietet Tucher&Walther Replikas von H├Âfler-Blechspielzeug an
Staudt-Burgstrasse614
  • Georg Leonhard Staudt (St.), 1850–1928, Burgstra├če S. N$^o$ 614 (Burgstra├če 24, EG)
    • Produziert wurde Spielzeug aus einfachem Wei├čblech wie Schiffe, Karussels, Figuren und Tiere.
    • 1928 wurde die Firma von Fleischmann ├╝bernommen.
    • Das Haus in der s├╝dlichen Burgstra├če mit der Nr. 24 lag direkt am Hauptmarkt um die Ecke vom “Sch├Ânen Brunnen” gegen├╝ber der Einm├╝ndung von der Waaggasse. Es wurde im zweiten Weltkrieg vollst├Ąndig zerst├Ârt und an dessen Stelle wurde ein Neubau der Stadt N├╝rnberg mit dem heutigen Standesamt errichtet.
    • Die heutige Burgstra├če Nr. 24 liegt nicht an derselben Stelle!
  • Hans Eberl (HEN), ca. 1890–1929, Moltkestra├če 14
    • Marke EBO
    • Blechtiere und Fahrzeuge
    • Ab 1919 Ladengesch├Ąft in der Johannisstra├če 33
    • 1929 ├ťbernommen durch Richard & Co
  • Friedrich Adolf Richter & Co (Anker), 1880–1963
    • Anker Steinbauk├Ąsten
    • erstmaliger Waarenzeicheneintrag 1889 in N├╝rnberg
    • ab 1901 Fabrik in Rudolstadt
    • 1995 Wiederaufnahme der Produktion eines Starterbaukastens

N├╝rnberger Hersteller von Modelleisenbahnen in der Nachkriegszeit:

  • Billerbahn (B) 1935–1980, Johannisstra├če 14R / Olgastr. 20
    • Gegr├╝ndet 1935 von Hans Biller, einem ehemaligen Mitarbeiter der Bing-Werke
    • Zun├Ąchst Fertigung von uhrwerksgetriebenem Blechspielzeug
    • Ab 1948 Fertigung von Blecheisenbahnen nach dem Vorbild der Feld- und Tr├╝mmerbahnen in Baugr├Â├če 0e (Spurweite 16,5 mm)
    • 1950 Umzug in die Praterstra├če 9 → Leitung Johann Biller
    • 1977 Zahlungsunf├Ąhigkeit, letzter Standort in der Neumeyerstrasse 74
    • 1980 L├Âschung der Firma
  • Ernst Lehmann (EPL bzw. LGB) 1881–2007, Saganer Stra├če 1–5
    • Gegr├╝ndet 1881 durch Ernst Paul Lehmann in Brandenburg
    • Produziert wurden Flugzeuge, Zeppeline, Autos und Motorr├Ąder mit ausgefeilter Mechanik und humorvollem Design wie z.B. Kletteraffen, st├Ârrische Esel oder Tanzmatrosen
    • Nach dem Tod Ernst Paul Lehmanns 1934 ├╝bernimmt der Vetter Johannes Richter
    • Enteignung 1948 in der DDR
    • 1950 Neugr├╝ndung in N├╝rnberg
    • Erster Firmensitz von 1950 bis 1965 in der Rosenaustra├če 5
    • Ab 1959 neue Werkst├Ątte in der Saganer Stra├če 1–5 in N├╝rnberg Altenfurt
    • 1968 Vorstellung der Lehmann Gro├čbahn bzw. Gartenbahn (LGB) auf der Spielwarenmesse N├╝rnberg (demonstrativer Betrieb drau├čen im Schneetreiben)
    • ├ťbernahme 2007 durch M├Ąrklin und Verlagerung in die Witschelstra├če 104
    • Schlie├čung des Werks in N├╝rnberg Altenfurt und Produktion in Ungarn
  • Friedrich Beck 1949–55, F├╝rth
    • Erstsitz 1949 in der Adam-Klein Stra├če, N├╝rnberg
    • Danach im Kleinreuther Weg 43, F├╝rth
    • Billige Nachkriegskaufhausbahnen
  • Georg Gr├Âtsch KG (GGF, GGN) ca. 1952–78, Kleinreuther Weg 43
    • Fertigung von Blechspielzeug und einfachen Blecheisenbahnen zuerst in N├╝rnberg (GGN) und ab ca. von 1956 in F├╝rth (GGF) in der H├Âfener Stra├če 66
    • Zun├Ąchst bis 1955 Teilhaber von Friedrich Beck
    • Nach deren Aufl├Âsung Selbstst├Ąndigkeit
    • “Billige” Nachkriegskaufhausbahnen aus Plastik
  • Hamo (Alfred Hannemann Modellbau) 1952–1966
    • 1951 Herr D├Ârfler als Inhaber der Firma FEMO (und als Inhaber eines heute noch existierenden Modellbahnladens gleichen Namens) stellt auf der N├╝rnberger Spielwarenmesse ein eigenes H0-Sortiment vor, das aber trotz ├╝berragender Resonanz aufgrund fehlender Marketingkapazit├Ąten nicht zu den erhofften Auftr├Ągen f├╝hrt.
    • 1952 Hamo ├╝bernimmt die Werkzeuge der Firma FEMO (in Feucht bei N├╝rnberg)
    • 1953 Neuvorstellung des ├╝berarbeiteten H0-Programms auf der N├╝rnberger Spielwarenmesse
    • 1962 Erste Zusammenarbeit mit M├Ąrklin bei der E44
    • 1966 ├ťbernahme durch M├Ąrklin
  • Liliput 1947 gegr├╝ndet in Wien
    • Seit 1992 Sitz in Altdorf bei N├╝rnberg

Sonstige N├╝rnberger Firmen im weiteren Zusammenhang mit Blechspielzeug:

  • Gebr├╝der B├╝hler Laufwerkefabrik 1855-dato, K├Ârnerstra├če 141–143
    • Gegr├╝ndet 1855 als Uhrenmanufaktur durch die Br├╝der Adolf und Karl Heinrich B├╝hler in Triberg im Schwarzwald
    • 1925 Umzug nach N├╝rnberg
    • 1998 Umbenennung in B├╝hler Motor mit Sitz in der Anne-Frank-Str. 33–35, 90459 N├╝rnberg
    • Damals Zulieferer von Uhrwerksmotoren f├╝r viele N├╝rnberger Spielzeughersteller
    • Heutzutage Produktion von Faulhaber bzw. B├╝hler Glockenankermotoren
  • C. Balmberger 1882–1980, F├╝rther Stra├če 199
    • M├╝nzpr├Ągeanstalt f├╝r Kinderspielgeld bis 1972
  • N├╝rnberger Metallschraubenfabrik und Facondreherei Carl G├Âbel 1889–1967, Imhoffstra├če 1
    • Erste Schraubenfabrik Bayerns: N├╝rnberger Schraubenfabrik und Elektrowerk (N.S.F)
    • 1908 Errichtung der Schraubenfabrik in der Mendelstra├če 9
    • 1910 Errichtung des Fabrikhochhauses Mendelstra├če 11
    • 1912 zus├Ątzlich Erwerb von Mendelstra├če 7
    • 1923 Herstellung von Radiozubeh├Ârteilen, 1927 Auslagerung in die Obere Kanalstra├če
    • 1938 Enteignung der j├╝dischen Besitzer
    • Zerst├Ârt am 21.2.1945
    • 1950 F├╝rther Stra├če 101a (Neubau in der Paumgartnerstra├če)
    • 1960 Fusion mit der Gutehoffnungsh├╝tte
    • 1967 Verlagerung nach Schwerte an der Ruhr
  • Johann Wilhelm Spaeth ÔÇô Spaeth & Co. 1820–1970
    • Bau des “Adlers” in den Werkhallen der Hammerm├╝hle am Dutzendteich
    • Auch am Bau des Ludwigkanals 1842 war Spaeth ma├čgeblich beteiligt. Wilhelm Spaeth konstruierte eigens einen dampfgetriebenen Schaufelbagger, der beim D├Ârlbacher Einschnitt zum Einsatz kam, wo ein 1000 m langer und 16 m breiter Einschnitt gegraben werden musste.
  • Pinselfabrik Sterna, Hochstra├če 33 (R├╝ckgeb├Ąude)
  • VeDeS (Verein Deutscher Spielwaren), 1904-dato, Moltkestra├če 15
    • Gegr├╝ndet in Leipzig 1904
    • 1918: In der F├╝rther Stra├če 2 wird ein Einkaufshaus er├Âffnet
    • 1925: Erstmals Katalogverkauf
    • 1929: Umzug der Zentrale nach N├╝rnberg in das neue Sortimentshaus mit der gr├Â├čten deutschen Spielzeugschau in der Moltkestra├če 15
    • 1943: Am 15.April erl├Ąsst die Regierung ein uneingeschr├Ąnktes Verbot der Spielzeugfertigung
    • 1943: Ausgebombt, ├╝bergangsweise in der Blumenstra├če 2 in F├╝rth und in der Frommanstra├če 19, St. Johannis
    • 1949: Wiederaufbau der Zentrale
    • 1950: Mitgr├╝ndung der N├╝rnberger Spielwarenmesse
    • 1964: Neubau des Zentrallagers in der Altenberger Stra├če, heute Sigmundstra├če 200
    • 1965: Das neue Logo ÔÇ×Vedes-SchiffÔÇť kreiert und l├Âste den “Tannenbaum mit drei Kerzen” ab. Au├čerdem wurde der Begriff ÔÇ×Vedes-Fachgesch├Ąft f├╝r Spiel + FreizeitÔÇť installiert und verwendet.
    • 1969: Der SPIELZEUG-RING wird gegr├╝ndet und 311 Fachh├Ąndler schlie├čen sich der Gemeinschaft an. Das neue Lagerhaus der Intercontor mit 6.000 qm Nutzfl├Ąche, Gleisanschluss und LKW-Verkehrsfl├Ąchen wird in der Gebersdorferstra├če 180 in Betrieb genommen.
    • 1974: Die Preisbindung f├Ąllt
    • 2003: Verkauf der Immobilie in der Sigmundstra├če 200, heute Semikron Werkgel├Ąnde
    • 2004: Die VEDES Gruppe feiert zwei gro├če Jubil├Ąen - 100 Jahre VEDES und 35 Jahre SPIELZEUG-RING. Im Sommer ziehen Zentrale und Logistik innerhalb N├╝rnbergs auf das ehemalige Grundig-Areal, Beuthener Stra├če 43, Gebersdorf.
    • Ausf├╝hrliche Historie auf den hervorragenden Seiten von Bernhard J. Schwarz
  • D├Ârfler, F├Ąrberstr. 34, 1920-dato
    • Der Eisenbahnladen in der N├╝rnberger Innenstadt
  • Ferdinand Schmidt, 1860–1909, Burgstra├če S. N$^o$ 614, 1. OG
    • Photograph
    • Bekannt durch seine jahrzehntelangen Photographien von N├╝rnberger Szenen

Zirndorfer Blechspielzeughersteller:

  • Michael Seidel (MS) 1881–1982, Bahnhofstr. 32
  • Martin Fuchs (MFZ) gegr├╝ndet 1919, Heimgartenstr. 16
  • Lorenz Bolz, Sch├╝tzenstr. 11
  • Hans Prottengeier (HPZ)
  • Karl Rohrseitz (KRZ), N├╝rnbergerstr. 23
  • Hans Ruff (HRZ)
  • Fritz W├╝nnerlein (W├╝Co)
  • Georg Zimmermann (ZZ)
  • Johann Schopper
  • Max Streng, N├╝rnbergerstr. 25
  • Hans Uhlherr, Herrleinstr. 4
  • M. Vlasek, Klapferstr. 2
  • Fritz Winnerlein, Bogenstr. 8
  • Geobra (Playmobil), Georg Brandst├Ątter 1974-dato, F├╝rtherstr. 33

Anmerkung: Verifikation der Adressen durch lokale Adressb├╝cher der Jahre 1936 bis 1950. Sachdienliche Hinweise in Bezug auf Adressirrt├╝mer oder Erg├Ąnzungen nimmt die Au├čenstelle Himpfelshof der Blechspielzeugdirektion N├╝rnberg unter der folgenden Nummer entgegen: snroettg at gmail dot com. Eine genaue Adressliste aller N├╝rnberger Blecheisenbahnfabrikanten gibt es hier.

Entwicklung der Spielzeugproduktion in N├╝rnberg

Seit dem fr├╝hen Mittelalter war N├╝rnberg eine florierende Handwerkerstadt. In N├╝rnberg wurde 1390/91 die erste Papierm├╝hle Deutschlands in Betrieb genommen. Um 1800 bestanden in N├╝rnberg und seinem Territorium elf Papierm├╝hlen. Schon bald nach der Erfindung des Buchdrucks z├Ąhlte N├╝rnberg zu den f├╝hrenden Druckerst├Ądten im Reich. Von 1380 bis ins 19. Jahrhundert war N├╝rnberg einer der bedeutendsten Orte der Spielkartenproduktion. Viele Qualit├Ątsprodukte der N├╝rnberger Handwerker wurden im 19. Jahrhundert in industrielle Fertigung ├╝berf├╝hrt wie Zirkel und Reisszeuge, Bleistifte oder Lebkuchen, aus dem leistungsstarken Handwerk der reichsst├Ądtischen Kunstdrechsler und Metalldreher entwickelte sich die N├╝rnberger Spielwarenindustrie. Die Produkte wurden mit reisenden H├Ąndlern auf Jahrm├Ąrkten bis ins ferne Ausland vertrieben, so dass sich der Spruch “N├╝rnberger Tand geht durch alle Land” f├╝r die Umtriebigkeit der N├╝rnberger Spielwarenhersteller stand.

In N├╝rnberg und F├╝rth etablierten sich im sp├Ąten Mittelalter hochspezialisierte Handwerksberufe. Es war z.B. ├╝blich, dass eine M├╝hle nur Wei├čmehl und die andere nur Roggenmehl verarbeitete und dadurch einen Wissensvorsprung vor anderen Wettbewerbern hatte. Die Stadt N├╝rnberg versuchte diesen Vorsprung durch die Sperre von einer Vielzahl von Handwerksberufen wie z.B. Kompassmacher, Goldspinner, Leonische Drahtzieher, Messingbrenner und -schlager, Brillenmacher, Schellenmacher, Schermesserer, Sanduhrmacher oder Trompetenmacher aufrechtzuerhalten. Dies bedeutete, dass Werkzeuge nicht au├čerhalb N├╝rnbergs gehandelt werden durften und die Meister und Gesellen nicht aus N├╝rnberg wegziehen durften.

Bereits im 18ten Jahrhundert hatten viele Spielwarenh├Ąndler ihren Firmensitz in N├╝rnberg und vertrieben Produkte aus abgelegenen Regionen (z.B. Holzspielzeug aus dem Erzgebirge). Um 1750 siedelten sich Zinnfiguren-Hersteller an, die die Spielzeugmachertradition der ÔÇ×DockenmacherÔÇť (Puppenmacher) des Mittelalters fortsetzten.

Mit der Abschaffung der Zunftordung und der Einf├╝hrung der Gewerbefreiheit 1861 in Bayern ergab sich eine Liberalisierung der Handwerksberufe, die eine wichtige Voraussetzung f├╝r die mehrstufigen Fertigungsabl├Ąufe in Fabriken war.

Die nun k├╝nstlerisch freien Handwerksbetriebe brachten im gegenseitigen Wettbewerb immer feinere Spielwaren und immer detailliertere Zinnfiguren auf den Markt. Mit dem Beginn der Industrialisierung um 1850 enstanden auch die ersten blechverarbeitenden Betriebe. Diese fertigten neben allerlei Miniaturen f├╝r Puppenstuben auch Schiffsmodelle und die ersten noch unmotorisierten Schaumodelle von Eisenbahnen, deren ├ära in N├╝rnberg ab 1835 mit dem “Adler” ihren Anfang nahm. Diese bezeichnete man als Bodenl├Ąufer, da sie noch nicht auf Schienen liefen.

Im ausgehenden 18ten Jahrhundert wurden die Modelle schlie├člich durch den Einbau von Uhrwerken und Echtdampfantrieben als Spielzeug f├╝r die betuchten B├╝rger interessant. Anf├Ąnglich noch in Handarbeit zusammengel├Âtet und lackiert erfolgte zu Anfang des 19ten Jahrhunderts dann die Gro├čserienproduktion mit Stanzwerkzeugen, Blechverlaschung und Lithographietechnik. Schlie├člich wurden um 1925 auch die ersten elektrischen Lokomotiven zu erschwinglichen Preisen u.a. durch die Firma M├Ąrklin hergestellt, die eine der wenigen nicht in N├╝rnberg ans├Ąssigen Firmen war.

Im 21ten Jahhundert ist von der ehemaligen Vielfalt der Modellbahnhersteller kein einziges in N├╝rnberg produzierendes Unternehmen mehr ├╝brig geblieben. Einzig die Zulieferfirma B├╝hler hat mit ihren Glockenankermotoren bis heute in der Produktionskette der Modellbahnen ├╝berlebt, wenngleich sie ihr Hauptgesch├Ąftsfeld mittlerweile in der Automobilbranche hat. In F├╝rth ist jedoch zumindestens der Name M├Ąrklin als Gesch├Ąftsfeld der Simba-Dickie Group ans├Ąssig.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen oben aufgef├╝hrten Herstellern gibt es auf:

Zur Identifizierung der verschiedenen Marken der einzelnen Hersteller sei die folgende Seite empfohlen:

Zur Identifizierung von Verlagslogos:

Options: