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Kraus Fandor

Karl Bub (KBN) / Carette (G.C.&Cie.) | | Fleischmann (GFN) / Doll (DC)

Neben Bing und Karl Bub war Kraus-Fandor in der Vorkiegszeit der dritte grĂ¶ĂŸere Produzent von NĂŒrnberger Blecheisenbahnen. Die GrĂŒndung erfolgte im Jahr 1910 erst deutlich spĂ€ter als bei den Mitbewerben Bing und Bub.

Nach der erzwungenen Emigration des FirmengrĂŒnders Josef Kraus im Jahre 1933 wurde die Firma 1937 durch Keim & Co arisiert. Die Produktion von Eisenbahnen hörte schließlich 1938/39 vollstĂ€ndig auf, aber die Werkzeuge wurden von Keim ĂŒbernommen und damit weiter produziert. Ebenfalls weiterproduziert wurden einige GebĂ€ude, die bereits von Bing ĂŒbernommen wurden. Lediglich die Lithographie wurde angepasst. So kommt es, dass manche spĂ€te Bing Bahnhöfe bis in die 40er hergestellt wurden.

Die Loks von Kraus-Fandor sind einfach am Firmenzeichen zu identifizieren, welches ein Dreieck mit den Initialen JKCo darstellt (ab 1912 als Warenzeichen angemeldet). Dies steht fĂŒr Josef Kraus & Co. Bei spĂ€teren Loks fehlt das Dreickeckslogo. Noch etwas spĂ€ter erscheint der Name “KRAUS” wieder seitlich am FĂŒhrerhaus. Vor dem 1ten WK sind die Lokomotiven grĂ¶ĂŸtenteils ungemarkt.

Bei Kraus-Fandor finden wir die folgenden Stilepochen, die eine gute Datierung der Loks zu lassen:

JahreMerkmale
bis 1928unterschiedliches Sortiment an meist schwarzen Loks, gemarkt JKco
1928–32unterschiedliches Sortiment an Loks meist mit gelben, orangen und roten Streifen, gemarkt JKCo
1932–35schwarz mit doppelten roten Streifen, mit Seriennummer 4xx / 5xx / 6xx
1935–37schwarz, gemarkt KRAUS
1937–39schwarz mit weiß lithographierten Linien, gemarkt KRAUS
1939+schwarz, gemarkt K (K fĂŒr Keim) oder gĂ€nzlich ungemarkt

Von 1926 bis 1936 betrieb Fandor auch eine ProduktionsstĂ€tte in den USA. Damit versuchte die Firma die Schutzzölle der Weltwirtschaftskrise zu umgehen. In Anlehnung an das deutsche Mutterhaus hieß diese eigenstĂ€ndige Dependance Dorfan. Die EigentĂŒmer waren Milton und Julius Forchheimer - MitbegrĂŒnder von Kraus. Mehr dazu auf den Seiten des TCA Western.

Bewertungsschema von Kraus-Fandor Lokomotiven im wenig bespielten funktionsfÀhigen Zustand:

  • im VerhĂ€ltnis zu vergleichbaren Bing Lokomotiven: −40%

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