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Lionel Standard Gauge

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Lionel Standard Gauge Lokomotiven besitzen eine Spurweite von $2\frac18$ Inch, d.h. rund 5.4 cm. Dies ist der innere Abstand, der mittig gemessene Abstand der Gleise ist 5.7 cm.

Standard Gauge war vor der großen Depression der 30er Jahre die Standardspurweite von Lionel - auch in Anlehnung an die Standardspurbreite der echten Eisenbahn von 1435mm, daher auch der Name. Diese Spurweite ist aber nicht kompatibel mit der europäischen Standardspur, d.h. der alten Spur II mit 2 Inch, weil die Spurweite bei Lionel nicht mittig sondern innen gemessen wird. Standard Gauge ist daher 3mm breiter als die alte Spur II. Die interne Bezeichnung lautete aber trotzdem “Gauge 2”, was einen absichtlichen oder unbewussten Messfehler nahelegt.

Nichtsdestotrotz war diese Spurbreite ab 1925 auch der Standard bei anderen US Herstellern wie Ives und American Flyer und diese Modelle waren aufgrund ihrer bunten Farbgebung und glitzernden Bronze-Applikationen (Trim) in den 20ern sehr beliebt. Sie waren dadurch zwar keine maßstabsgerechten Reproduktionen der echten Dampflokomotiven, sondern orientierten sich bestenfalls an bestimmten Originalen ihrer Zeit, aber das minderte ihre Beliebtheit in keinster Weise. Diese Periode nennt man auch “Classic Era”, welche sich an die “Manufactoring Era” vor dem 1ten Weltkrieg anschliesst.

Mehr hierzu auf den Seiten der TCA.

Es gab folgende Phasen in der Produktion bei Lionel:

  • 1900: Gründung der Firma mit Verkauf in 24 Murray Street, New York City
  • 1901–1905: Trolleys #1, #2, #3
  • 1906–1910: Frühe Dampflokomotiven #5 und #6
  • 1910–1912: Dampflok #7 und frühe Tunnellokomotiven nach dem Vorbild der S-2 der New York Central Lines: #1910, #1911, #1912
  • 1912 Dampflok #51 und Tunnelloks #52, #53
  • 1913–15 Weiterentwicklung der S-2 Modelle: #33, #34, #38, #42
  • 1916–1922: Beibehaltung der Modellpalette
  • 1917–25: Erstes O-Gauge Modell #150 (Vorgänger #700 ab ca. 1915)
  • 1923–1928: Umstellung der Produktion von verlötetem Messingblech auf Stanzen& Verlaschen. Einführung des Standard Gauge “Super-Motor” und “Bild-a-Loco” Motors. Zusätzlich Modellinitiative mit vielen neuen farblich attraktiven Modellen, die den Schriftzug Lionel und die Modellnummer auf Messingschildern trugen. Die ersten derartigen Modelle waren 1923 die #402 und #380, gefolgt von #318 (1924), #8 and #9 (1925), #10 und #381 (1926). Die #33 wurde bis 1926 beibehalten und die #38 wandelte sich zur #50 indem sie einen überarbeiteten Motor mit Rollenpickup (Super Motor) und zwei angetriebenen Achsen bekam dafür aber die Treibstangen und die Stahlräder verlor.
  • 1924/25: Ãœberarbeiteter Super Motor mit kleineren Antriebszahnrädern
  • 1929–33: Einführung neuer Standard Gauge Dampflokomotiven mit Bild-a-Loco Motor, die bis 1939 beibehalten wurden. Zuerst kamen in 1929 die #384 (bis 1932) und die #390 (bis 1931 und nochmals in 1933). Danach in 1931 die #400, in 1932 die #392 und als späteste Entwicklung in 1933 die #385 bzw. als schwarze Variation davon in 1934 die #1835E. Ab 1937 gab es die #385, #392 und #400 in Gunmetal Gray.
  • 1939: Die Produktion von Standard Gauge Lokomotiven endete 1939. Verkauf bis etwa 1940.

Die Zeitspanne von 1929–1939, in der die farbenfrohen Klassiker hergestellt wurden, heißt demzufolge auch Classic Era. Die Zeit vor 1915 heißt Manufactoring Era, da Lionel in dieser Zeit noch ein klassischer Handwerksbetrieb in New Haven, Connecticut war (ab 1910) und seine Produkte mit dem Hinweisschild “Made by Lionel Mfg Co.” versah. Im Jahr 1914 musste man aber schon in größere Produktionshallen in Irvington, New Jersey umziegen. Später mit der Umfirmierung in die Lionel Corporation mit Produktion in Hillside, New Jersey (ab 1929) wandelte sich der Hinweis in “The Lionel Corporation, N.Y.” auf den Stromabnehmern der Loks.

Auch andere amerikanische Hersteller wie Ives, American Flyer, Dorfan und Boucher übernahmen die Spurweite von Lionel, sie bezeichneten die Spurweite jedoch anders - bei Ives und American Flyer hieß diese Spurweite z.B. Wide Gauge.

Nach dem Börsencrash 1930 schrumpfte der Absatz dieser großen Standard Gauge Modelle aber so dramatisch, dass man gezwungen war, kleinere und billigere Eisenbahnmodelle in der Spurweite “O” herzustellen. So entstanden seit 1917 und verstärkt seit ca. 1930 viele O Gauge Modelle, die Verkleinerungen ihrer großen Brüder waren. Zusätzlich übernahm Lionel 1930 mit der Aquisition des Konkurrenten Ives dessen O Gauge Modelle. Trotzdem sah sich Lionel 1933 gezwungen, Konkurs anzumelden, aus dem man sich 1934 nur durch den überwältigenden Erfolg seines Mickey Mouse Handcars für O Gauge Track retten konnte. Durch den anhaltenden Erfolg von O Gauge wurden nach 1932/33 praktisch keine neuen Standard Gauge Modelle mehr eingeführt, so dass das Lieferprogramm bis zum Ende der Standard Gauge Produktion im Jahr 1939/40 die folgenden Lokomotiven umfasste:

Standard Gauge LocomotivesClassificationModels
Early Steamx-4–05, 51 (0–4−0), 6 (4–4−0), 7 (4–4−0)
Early Electric (square-cab)x-x-01910 (0–6−0), 1911 (0–4−0), 1912 (0–4−4–0)
Early Electric Tunnel / Small0–4−033
Early Electric Tunnel / Small2–2−234
Early Electric Tunnel0–4−038, 50, 52, 53 (square-cab)
Early Electric Tunnel / Large0–4−4–042, 54 (square-cab)
Steam2–4−0384
Steam2–4−2385, 390, 1835E
Steam / Large4–4−2392
Steam / Huge4–4−4400 (Blue Comet)
Electric Boxcab0–4−08
Electric Boxcab / Large0–4−09 (bigger 8)
Electric Tunnel / Medium0–4−0318
Electric Tunnel / Large0–4−4–0402, 408 (detailed 402)
Electric Bipolar0–4−010
Electric Bipolar / Large0–4−0380 (bigger 10)
Electric Bipolar / Huge4–4−4381, 381SS (aka Brute)

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